Freie Lieder

Hier könnt ihr euch absolut sicher fühlen! Diese Lieder von Klangbunt Kinderwaldmusik sind im nicht-kommerziellen Rahmen und für pädagogische Einrichtungen frei nutzbar: zum Mitsingen, Weiterschenken und Lernen. Ob draußen in der Natur bei der Waldmusikpädagogik oder drinnen im Klassenzimmer, Gruppenraum und Kindergarten: diese freien Kinderlieder funktionieren überall im pädagogischen Alltag, ganz ohne komplizierte Verlagsverträge oder versteckte Hürden.

Infos zur Nutzung

Damit sich alle Pädagogen, Lehrkräfte, Erzieher und Eltern absolut sicher fühlen, sind die Musikstücke klar lizenziert. Die verwendete Lizenz CC BY-NC-SA bedeutet für dich:

  • BY (Namensnennung): Du darfst die Lieder frei verwenden, musst aber den Ursprung (Franziska Näther) nennen.
  • NC (Nicht kommerziell): Die Nutzung ist für den privaten, schulischen und pädagogischen Bereich frei. Eine kommerzielle Vermarktung ist ausgeschlossen.
  • SA (Weitergabe unter gleichen Bedingungen): Wenn du veränderte Materialien weitergibst, geschieht dies unter denselben freien Bedingungen.

Nutze, singe und teile die Musik völlig unkompliziert in Kitas, Schulen oder zu Hause!

Hinter den freien Liedern steht eine klare Haltung:

“Dieses Lied gehört den Kindern”: Musik soll lebendig sein und leuchtende Augen machen. Das kann sie nicht in Schubladen oder hinter Verträgen; Musik soll frei sein!

Graswurzelbewegung & Gemeinfreiheit: Der Open-Source-Gedanke lebt vom Mitmachen. Durch den direkten Austausch auf Augenhöhe entsteht eine lebendige Bewegung von Menschen, die Musik neu denken.

Sicher fühlen beim Nutzen: Niemand soll Angst vor Abmahnungen oder unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen haben müssen. Hier darf Musik ganz unbesorgt und frei in den pädagogischen Alltag integriert werden.

Freiheit & Gemeinschaft: Freie Lieder schaffen Freiräume für Schulaufführungen, Morgenkreise oder Ferienangebote. Und das gemeinsame Singen, Musizieren und Miteinanderteilen stärkt die Gemeinschaft.

Wiese mit Blumen, freie Lieder sind wie Blumen

Notenmaterial

Hier findest du die Notenblätter all unserer freien Lieder zum Mitlesen, Mitspielen und Ausprobieren. Klicke einfach auf das jeweilige Lied, um die Noten zu öffnen.

Lied inkl. Download und Pädagogischem material

Hier erfährst du, was ich mir bei den Liedern und im Unterricht denke : ) Notenblatt, Downloads und pädagogisches Fachwissen zur einfachen Umsetzung in Kitas, Grund- und Förderschulen!

Dies ist ein Auszug zu dem in der Entstehung befindlichen Buch “Hier spielt die Waldmusik”. Teilt es gerne an Bekannte in den unterschiedlichen Institution.

Musik, Text & Arrangement: Franziska Näther, 2024

Refrain:

April, April, der macht was er will.
Ob Regen oder Sonnenschein, da kann man sich nie sicher sein!
April, April, der macht was er will.

1.) Patsch, patsch, patsch, der Regen macht den Matsch! April, April, der macht was er will.

2.) Fein, fein, fein wärmt uns der Sonnenschein! April, April, der macht was er will.

3.) Geschwind, geschwind, geschwind, es weht noch kühler Wind! April, April, der macht was er will.

4.) Oh, oh weh, und manchmal fällt noch Schnee! April, April, der macht was er will.

5.) Ach, ach, ach, der Donner macht den Krach! April, April, der macht was er will.

6.) Klopf, klopf, klopf, der Hagel trifft den Kopf! 
Refrain

Methodischer Aufbau : “April, April”

Optimaler Zeitpunkt: Nicht im März und nicht im Mai 🙂

Material: Regenmacher, Chimes oder Koshi, Lotusflöten (& Desinfektionsmittel und Küchentücher), weisse Chiffon-Tücher, Donnertrommel, Kastagnetten oder Klappern.
Zum Abschluss jeder Strophe immer die Strophe und den Refrain mit Gesten singen.

1. Individuelles Begrüßungsritual

2. Refrain erlernen; zuerst zur Auflockerung Gebärde für April (s.u.) zeigen, dann schrittweise Melodieeinführung
“April April, der macht was er will”: Zeigefinger an die Nase und zappeln (offizielle Gebärde für April, vom Aprilscherz)
“Ob Regen oder Sonnenschein,”: Finger tröpfeln / Grosser Armkreis
“da kann man sich nie sicher sein”: Schultern hoch und Hände offen zeigen

3. Strophe 1: Der Matsch
Bewegung: Patsch patsch patsch, der Regen macht den Matsch (auf die Schenkel patschen)
Instrument: Regenmacher (das Rauschen des Regens nachahmen)

4. Strophe 2: Die Sonne
Bewegung: Fein fein fein, wärmt uns der Sonnenschein (sich selbst sanft über die Wangen streicheln)
Instrument: Chimes oder Koshi (helle Sonnenklänge)

5. Strophe 3: Der Wind
Bewegung: Geschwind geschwind geschwind, es weht ein kühler Wind (Arme um den Körper schlingen)
Instrument: Lotusflöten (das Pfeifen des Windes imitieren)

6. Strophe 4: Der Schnee
Bewegung: Oh, oh weh, und manchmal fällt noch Schnee (entsetztes Gesicht, Finger “rieseln” von oben nach unten)
Material: Weiße Chiffontücher (als Schneeflocken fliegen lassen)

7. Strophe 5: Der Donner
Bewegung: Ach, ach, ach, der Donner macht den Krach (stampfen)
Material: Donnertrommel (Achtung: Schwungfeder am Ende kann leicht herausgezogen werden und schwingt beim Schütteln stark. Bei Eltern-Kind-Gruppen evtl. kleine Mitgebsel-Donnertrommeln für jedes Kind zu selbst spielen, aber auch nur zeigen ist möglich)

8. Strophe 6: Der Hagel
Bewegung: Klopf, klopf, klopf, der Hagel trifft den Kopf (mit Fingern vorsichtig auf den Kopf trommeln)
Material: Kastagnietten oder Klappern

9. Das grosse April-Lied
Das komplette Lied mit den jeweiligen Gesten am Stück singen.

10. Abschiedsritual
Abschlussrunde: Welches Wetter hat am meisten Spass gemacht?
Festes Abschiedslied und Aufbruch

Ganzheitliche Lernaspekte

1. Ritualisierter Rahmen & Psychische Sicherheit

Das Begrüßungsritual schafft einen festen Rahmen, der den Kindern am Lernort Wald Sicherheit und Halt gibt. Diese Vorhersehbarkeit senkt das Stresslevel und bildet die emotionale Basis, um sich auf die Gruppe und die Naturerfahrung einzulassen.

2. Embodiment & Feinmotorik (Refrain)

Durch die Gebärde (April-Scherz an der Nase) und die Handgesten wird das Lied „verkörpert“. Die Koordination von Fingern, Mimik und Sprache schult die Feinmotorik und verankert die Inhalte durch die physische Ausführung tiefer im Gedächtnis.

3. Phonologische Bewusstheit & Auditive Schulung (Matsch)

Die Verknüpfung von Lautmalerei („Patsch!“) mit synchronen Bewegungen stärkt das Rhythmusgefühl. Der Regenmacher fordert die rein auditive Konzentration: Die Kinder lernen, das Rauschen des Regens zu „erhorchen“, auch wenn sie den Fall der Körner im Instrument nicht sehen können.

4. Symbolhaftes Denken & Analogiebildung (Sonne)

Die Zuordnung der Chimes zum Sonnenlicht fördert das abstrakte Denken. Die Kinder bilden eine klangliche Analogie für ein optisches Phänomen. Der helle, langanhaltende Klang schult zudem die Geduld beim Ausklingenlassen des Instruments.

5. Selbstwirksamkeit & Physikalische Erfahrung (Wind)

Beim Einsatz der Lotusflöte erfahren die Kinder unmittelbare Selbstwirksamkeit: Durch die Veränderung des Kolbens steuern sie aktiv die Tonhöhe. Das Pusten trainiert zudem die Atemkontrolle und verdeutlicht spielerisch physikalische Zusammenhänge von Druck und Klang.

6. Kontrasterfahrung & Achtsamkeit (Schnee)

Das gespielte entsetzte Gesicht fördert die emotionale Ausdrucksfähigkeit. Pädagogisch wertvoll ist hier die Erfahrung der Stille mit den Chiffontüchern: Die Kinder lernen, ihre Aufmerksamkeit auf das Geräuschlose zu lenken und entwickeln ein Bewusstsein für sanfte, leise Impulse.

7. Kraftdosierung & Psychomotorik (Donner)

Das Stampfen beim Donner dient dem Abbau von aufgestauter Energie und schult die Grobmotorik. Die Kinder erfahren ihre eigene Körperkraft als musikalisches Ausdrucksmittel und lernen, diese kraftvollen Impulse gezielt und kontrolliert einzusetzen.

8. Reaktionsgeschwindigkeit & Feinmotorik (Hagel)

Kastagnetten und Klappern bieten ein promptes akustisches Feedback. Das schnelle Spiel fordert eine präzise Fingerfertigkeit und Reaktionsschnelligkeit. Schon die Kleinsten erleben hier eine starke Selbstwirksamkeit durch die direkte Erzeugung eines klaren, rhythmischen Geräusches.

9. Komplexe Handlungsplanung & Merkfähigkeit (Ganzes Lied)

Das Singen des kompletten Liedes mit allen Gesten am Stück trainiert das Arbeitsgedächtnis massiv. Die Kinder müssen die korrekte Abfolge der Wetterphänomene und die dazugehörigen motorischen Abläufe koordinieren und vorausschauend planen.

10. Reflexion & Emotionaler Abschluss

Die Abschlussrunde fördert die kognitive Reflexion und die eigene Meinungsbildung („Was hat am meisten Spaß gemacht?“). Das Abschiedsritual schließt den pädagogischen Kreis und entlässt die Kinder mit einem positiven, runden Gemeinschaftsgefühl aus der Einheit.

Modulare Vertiefung: “April, April”

1. Elementarbereich (1–3 Jahre): Fokus Bindung & Co-Regulation

Umsetzung: Die Eltern führen die Gesten (z. B. das Streicheln bei “Sonne”) am Kind aus.

Pädagogischer Schwerpunkt: Die Natur als sicherer Hafen für die Eltern-Kind-Dyade.

Wald-Erleben: Das gemeinsame Musizieren und haptische Experimentieren fördert Bindung, elementare Rhythmik und Spracherwerb nicht zu unterbrechen.

2. Kinder von 3–6 Jahre: Exploration & Sprache; Fokus: Wortschatzerweiterung, Grobmotorik und Symbolspiel.

2a. Eltern-Kind-Kurse (3–6 J.): Gemeinsame Exploration

Pädagogischer Schwerpunkt: Stärkung der Interaktion und Freude am gemeinsamen Entdecken.

Praxis: Eltern und Kinder agieren als “Naturforscher-Team”.

Vorteil: Die Eltern lernen Transfermöglichkeiten für ihren eigenen Familienalltag im Wald kennen.

2b. Kita-Alltag (3–6 J.): Autonomie & Sozialkompetenz

Pädagogischer Schwerpunkt: Ganzheitliche Bildungsangebote und Gruppendynamik.

Praxis: Die Kinder führen Gesten und Instrumente eigenständig in der Gruppe aus. Der “Wetterbericht” wird zum Rollenspiel, bei dem jedes Kind ein Element (Donner, Wind) übernimmt.

Vorteil: Förderung der Selbstwirksamkeit und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit im geschützten Naturraum.

3. Primarstufe (6–10 Jahre): Transfer & Naturverständnis

Pädagogischer Schwerpunkt: Fächerübergreifendes Lernen (Musik & Sachunterricht) sowie rhythmische Erfahrung.

Musiklehre: Erarbeiten von Begleitrhythmus mit Naturmaterialien (z. B. ein durchgehender Puls mit Steinen oder ein Echo-Rhythmus mit Stöcken).

Praxis (Sachunterricht / BNE): Warum “macht der April, was er will”? Kurze Erklärung der Großwetterlagen (Polarluft vs. warme Subtropikluft)

4. Förderschulen: Naturerfahrung mit allen Sinnen & entspannte Atmosphäre

Pädagogischer Schwerpunkt: Fächerübergreifender Unterricht und individuelle Förderung.

Praxis: Musik & Sachkunde: Erarbeitung von großklimatischen Zusammenhängen des Aprilwetters.

Förderschwerpunkte: Nutzung des Waldes als reizreduzierter Erfahrungsraum. Das Lied dient als strukturierendes Ritual, das durch die klaren Gesten Orientierung bietet und die Wahrnehmungsverarbeitung unterstützt.

Transfer: Lebenskompetenz

Das Lied nutzt den wechselhaften April als Sinnbild für die Unplanbarkeit des Lebens. So fördert es präventiv die psychische Widerstandskraft, indem es Kindern vermittelt, äußere Umstände zu akzeptieren und dennoch aus der Freude zu agieren.

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Maskottchen Musikschule Göttingen Klangbunt Kinderwaldmusik: Eine Maus und ein zaunnkönig sitzen zusammen im sonnigen Wald, die Maus spielt Ukulele und der Vogel singt dazu. Musikschule Göttingen Klangbunt Kinderwaldmusik